Reisen mit Hund

Reisen mit Hund

Mit dem Kerry Blue Terrier in den Urlaub

Auto fahren

Der Hund muß im Auto gesichert sein, sonst gilt es als Verstoß gegen die Verkehrsicherheit und ist strafbar. Ein Verkehrsteilnehmer muss dafür Sorge tragen, dass die Verkehrssicherheit durch Ladung nicht beeinträchtigt wird (StVO § 23). Tiere gelten als Ladung und Verstöße werden geahndet, bei Gefährdung mit 50 € und 3 Punkten.Das Dreißigfache des Eigengewichts wirkt schon bei einem Aufprall mit 50 im/h auf einen Körper.

Sicher verstaut ist ihr Kerry Blue Terrier im Kofferraum in einer Transportbox. Man kann aber im Handel auch spezielle Hunde-Anschnallgurte (achten sie hier unbedingt auf stabile Metallverschlüsse) oder stabile Trenngitter für Kombis erhalten. In einen geschlossenen dunklen Kofferraum gehört kein Hund oder möchten Sie dort sitzen?

Während heißer Sommertage muss die aussreichende Versorgung des Hundes mit Wasser gewährleistet sein, da Hunde einen sehr hohen Flüssigkeitsbedarf haben. Besonders bei langen Autofahrten sollte immer eine Thermosflasche mit kühlem Frischwasser zur Hand sein. Steht man während eines Verkehrs-Staus länger still, kann ein Handtuch mit Wasser durchtränkt und über den Hund gelegt werden, Dadurch kann eine Überhitzung vermieden werden.

Das Fenster, in dessen Nähe der Hund sitzt, sollte geschlossen sein, damit der Hund seinen Kopf nicht raushängen kann, er bekommt sonst durch den Fahrtwind eine Bindehautentzündung.

Bei langen Reisen müssen ausreichend Pausen gemacht werden, bei denen der Hund sich erleichtern und bewegen kann. (Vielleicht auch ein kleines Spiel). Legen Sie sich die Leine vorher in Reichweite.

An heißen Sommertagen darf der Hund auf keinen Fall allein im Auto gelassen werden. Auch im Schatten wird es im Wageninneren innerhalb kürzester Zeit höllisch heiß. In einigen Ländern muß auch damit gerechnet werden, dass das Auto gestohlen wird. Nehmen Sie also Ihren Hund immer mit.

Hunde können nur durch Hecheln Kühlung verschaffen, sie haben keine Schweißdrüsen wie die Menschen. Überschreiten die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit eine bestimmte Höhe, hilft ihnen dies nicht mehr und es droht ein Hitzekollaps mit möglicher Todesfolge.

Wer ein in Not geratenes Tier im Auto entdeckt, sollte umgehend die Polizei informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen. Unverantwortlichen Haltern droht nach § 17 Tierschutzgesetz eine Geldstrafe bzw. eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren.

Bahnreisen

Die Mitnahme von kleinen Tieren (bis zur Größe einer Hauskatze) im Transportbehälter ist unentgeltlich Für entgeltpflichtige Hunde (die nicht im Transportbehältnis als Handgepäck transportiert werden können) werden die gleichen Fahrpreise wie für zahlungspflichtige Kinder von 6 bis unter 15 Jahren erhoben. Diese Regelung gilt sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise. Hunde, die nicht in einer Transportbox mitgeführt werden, müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen.

Blindenführhunde und Begleithunde eines schwerbehinderten Menschen sind vom Maulkorbzwang ausgenommen.

Bei internationalen Reisen ist für Hunde grundsätzlich der Kinderfahrpreis 2. Klasse zu zahlen.

Für Nachtzug-, CityNightLine und Auto-Zug-Verbindungen gelten besondere Bedingungen.

Für Hunde können keine Sitzplatz-Reservierungen getätigt werden.

Bitte informieren Sie sich bei der Bahn über die aktuellen Bedingungen,

12 Stunden vor der Bahnfahrt sollte der Hund nicht mehr gefüttert werden und direkt vor der Fahrt nochmal Gassi gehen, Dann wird er die Bahnfahrt auch ohne Pause für sein Geschäftchen überstehen. Möglich ist auch die Wahl einer Nachtfahrt. Lassen Sie Ihren Hund bitte nie allein im Abteil zurück, z.B. um in den Speisewagen zu gehen. Denken Sie daher ggf. daran sich Proviant mitzunehmen.

Über die deutschen Grenzen hinweg gelten i.d.R. die gleichen Vorschriften für die Bahnreise. Erkundigen sie sich jedoch vorab bei Fahrten ins Ausland über abweichende Vorschriften. I.d.R. erhalten Sie Informationen über das jeweilige Fremdenverkehrsamt.

Am Strand

Wenn Sie mit Ihrem Hund einen Strandurlaub machen wollen, verhalten Sie sich mit ihrem Hund am Besten wie die dortigen Einheimischen. Nämlich Gassi gehen am Morgen, wenn es noch nicht so heiß ist, Mittags eine Siesta, und abends, wenn es kühler wird, wieder einen Spaziergang.

Am Strand bieten Sie Ihrem Hund einen Schattenplatz an (z.B. unter  Sonnenschirm oder  Palme) und die Thermosflasche mit Trinkwasser nicht vergessen (auch Hunde  haben bei Hitze einen erheblich höheren Flüssigkeitsbedarf).

Achten Sie darauf, dass er kein salziges Meerwasser trinkt, da dieses zu Erbrechen führt.

Nach dem Strandbesuch muss das Salzwasser aus dem Fell gespült werden, und denken Sie daran, dass auch ein Hund bei zu langer, starker Sonnenstrahlung einen Hitzschlag bekommen kann. Dieser kann in schwerer Form zu Koma, Hirnschlag oder sogar zum Tod führen. Da Hunde ihre Körpertemperatur lediglich durch Hecheln regulieren können, helfen Sie Ihrem Hund (falls er nicht selber gerne ins Wasser geht) und beugen durch das Auflegen von nassen Handtüchern o.ä. (=Verdunstungskälte) vor.

Um als auch in Zukunft gerne mit Hund am Strand gesehen zu werden, denken Sie daran, die “Geschäftchen” Ihres Vierbeiners ggf. mit einem mitgebrachten “Kotbeutel” zu entsorgen. An vielen Hundestränden (z.B. auf Borkum) sind bereits für diesen Zweck “Tütenspender” am Strandzugang angebracht.

Hunde im Schnee

Auch in einem Urlaub im Schnee wird Ihr Hund viel Spaß haben und herumtoben. Denken Sie jedoch daran, dass er keinen Spaß hat, wenn Herrchen/Frauchen sich dem Skifahren widmen und er im kalten oder von der Sonne erhitzten Auto warten muß. Auch wenn er in Ihrer Unterkunft warten kann, wird er sicherlich wenig Spaß am Urlaub haben.

Möchten Sie auf diese Form des Skiurlaubs nicht verzichten, sollten Sie sich rechtzeitig (vor Urlaubsantritt) um einen Hundesitter vor (Urlaubs-)Ort bemühen. Da der Urlaub für den Vierbeiner erst richtig schön wird, wenn er mit “seinen Menschen” zusammen ist, sollte man sich überlegen auf das Wandern oder den Langlaufski umzusteigen. Bitte denken Sie beim Langlauf daran, dass ein Hund nicht auf allen Loipen erlaubt oder gerngesehen ist. Glücklicherweise gibt es jedoch noch Orte, meist weit entfernt vom Massentourismus, wo man sich die weißen Landschaften ergleiten kann.

Es gibt auch spezielle Hundeloipen (i.d.R. kreisförmige, kurze Loipen für Hundebesitzer am Ortsrand), wo sich der Hund frei bewegen kann.

Um Ärger zu vermeiden muss Rücksicht auf andere Skiläufer genommen werden, z.B. den Hund bei Fuß/bei Ski laufen lassen, eventuelle Hinterlassenschaften von der Loipe entsorgen und auf Wild achten (ggf. lieber anleinen).

Auch für einen Hund ist Langlauf ein Ausdauersport. Achten Sie daher auf die Kondition Ihres Hundes. Bei Schnee wird Ihr Kerry schnell die Beine doppelt so dick haben als normal, da der Schnee sich im Fell festsetzt. Man kann im Handel Anzüge oder Booties  (Schuhe) für den Hund erhalten, mit denen er vor Eisklumpen im Fell geschützt ist. Booties schützen die Füße vor den lästigen Eisklumpenbildungen und werden z.B. auch von Schlittenhunden getragen.

Pfoten und Fell erfordern im Winter besonderer Pflege. Gestreute Wege sind für Hundepfoten unangenehm, hier hilft das eincremen mit etwas Vaseline.

Wanderungen durch eine verschneite Landschaft auf geräumten, ungestreuten Wegen werden nicht nur Ihren Vierbeiner erfreuen.

Auch Ihr Hund kann schnell frieren. Lassen Sie ihn sich in einer Gaststätte aufwärmen oder bleiben Sie mit ihm ständig in Bewegung.