Gebiss

Gebiss-Entwicklung

 

 

Welpen werden ohne Zähne geboren. Die ersten Milchzähne stoßen im Alter

von 2-4 Wochen durch. Nach rund 6-7 Wochen ist der Durchbruch dann

abgeschlossen. Das Milchgebiss besteht insgesamt aus 28 Zähnen.

 

Im Ober- und Unterkiefer jeweils:

Links :3 Schneidezähne, 1 Fangzahn, 3 Prämolaren

Rechts:3 Schneidezähne, 1 Fangzahn, 3 Prämolaren

 

In dieser Zeit werden auch die bleibenden Zähne im Kieferknochen angelegt.

Diese lösen beim Nachstoßen die Wurzeln der ihren Platz einnehmenden

Milchzähne langsam auf und verdrängen sie. Von den Milchzähnen bleiben

dann nur noch die Kronen und Teile der Wurzel übrig, bis diese dann ausfallen.

 

Der Zahnwechsel beginnt mit ca. 16 Wochen, ist mit ca. 6 Monaten abgeschlossen und ist ein komplizierter Vorgang, welcher nicht schmerzfrei ist – wie bei Kindern auch. Da auch die Milchzähne vollständig ausgebildet sind und – besonders am Fangzahn – lange Wurzeln besitzen, müssen diese durch den Druck der nachwachsenden Zahnkeime der bleibenden Zähne aufgelöst werden. Der Milchzahnwechsel kann durch spielerische Massage des Gebisses, z. B. durch das vorsichtige Zerren lassen an Tüchern, Knabbern an Kauknochen positiv gefördert werden. Stellt man dem Welpen genügend Alternativen zur Verfügung, wird er sich nicht an unseren Sachen bzw. am Mobiliar vergehen. Während des Zahnwechsels sind die Welpen in einer sensiblen/empfindlichen Phase. Manche Kerry-Welpen fangen evtl. an, mit den Ohren zu spielen. Damit die Ohren später korrekt getragen werden, sollte man bei diesen Hunden die Ohren in der korrekten Stellung mit einem speziellen Kleber (Copitex) kleben.

 

Nicht alle Zähne haben zwei Generationen. Molaren haben keine Milchzähne,

sondern stoßen direkt als bleibende Zähne durch. Eine Besonderheit ist

der erste Prämolar, der ebenfalls nicht gewechselt wird.

 

Normalerweise verläuft der Zahnwechsel problemlos und ohne größere

Komplikationen. Durch die wackelnden, sich ablösenden Milchzähne

und die dabei entstehenden Wunden und evtl. kleineren Entzündungen

können die Hunde „Mundgeruch“ haben, dieser sollte allerdings mit dem

Ende des Zahnwechsels vergehen. Die kleinen Wunden sind schmerzhaft,

und es kann sein, dass manche Hunde zeitweise ihr Futter verweigern.

 

Die Zähne werden mit folgenden Fachbegriffen bezeichnet:

-Incisivus (Schneidezahn)

-Caninus (Fangzahn)

-Prämolaren (vordere Backenzähne)

[bildrechts|zahnbezeichnung.jpg]

-Molaren (hintere Backenzähne)

 

 

Der Reißzahn ist der mächtigste Backenzahn.

Im Oberkiefer ist es der vierte Prämolar (P4),

im Unterkiefer der erste Molar (M1).

 

Beim erwachsenen Hund besteht das bleibende Gebiss aus

insgesamt 42 Zähnen, aufgeteilt auf Ober- und Unterkiefer:

 

Oben: hat der Hund 6 Incisivi, 2 Canini, 8 Prämularen, 4 Molaren

Unten: hat der Hund 6 Incisivi, 2 Canini, 8 Prämularen, 6 Molaren

 

 

Der Kerry Blue Terrier hat ein, für seine Körpergröße, großes, kräftiges und gleichmäßiges Gebiss, da er ja ursprünglich auch für die Dachs- und Otterjagd gezüchtet wurde.

 

Kommen die bleibenden Zähne neben den Milchzähnen, dann kann es sein, dass Milch- und bleibender Zahn nebeneinander stehen bleiben. Dann muss der Milchzahn vom Tierarzt gezogen werden, um Zahnfehlstellungen zu vermeiden.

 

Um solche Zahnfehlstellungen zu vermeiden, sollte bei dem Junghund während des Zahnwechsels (4. bis 6. Monat) regelmäßig das Gebiss kontrolliert werden.

Es schadet nicht, wenn sich im Zweifelsfall ein Tierarzt oder der Züchter  des Hundes das Gebiss  ansieht.

 

[fett|Homöopathisch ]kann man den Zahnwechsel sanft unterstützen, das reguliert

wunderbar den Zahnwechsel, indem die Milchzähne von allein ausfallen und nicht extrahiert werden müssen. Die Mittel können am besten in Tablettenform verabreicht werden. Unsere Welpen nehmen diese Tabletten als Leckerli.

Man kann die Tablette aber auch auf einem Stück Papier zerpulvern und auf die feuchte Zunge geben. Dort bleibt das Mittel haften und löst sich auf. Oder man löst sie mit ein paar Tropfen Wasser/Milch in einer Spritze (natürlich ohne Kanüle) auf und gibt ihnen das vorsichtig in die Lefzentasche

Calcium phosphoricum D6  –  (3x täglich einen Monat lang)

Will man bei seinem Hund ein kräftiges Gebiss von besonderer Güte entwickeln,

wobei alle Erbanlagen, die Zähne und Knochen betreffend optimal gefördert

werden, dann ist folgende Kur ratsam:

 

[fett|[zentriert|Vom 4. Monat an gibt man:]]

[fett|[zentriert|Calcium carbonicum D 3]]

[fett|[zentriert|Calcium phosphoricum D 6]]

[fett|[zentriert|Clacium fluoratum D 6]]

 

[zentriert|3 x täglich eine Tablette – das Mittel wird täglich gewechselt – drei Wochen lang.]

 

Sollte es notwendig sein, dann legt man 14 Tage Pause ein und gibt die gleichen Mittel danach noch einmal in anderer Potenz:

 

[fett|[zentriert|Calcium carbonicum D 6]]

[fett|[zentriert|Calcium phosphoricum D 12]]

[fett|[zentriert|Clacium fluoratum D 12]]

 

[zentriert|3 x täglich eine Tablette – das Mittel wird täglich gewechselt – drei Wochen lang.]

 

Fallen die Fang-/Eck-Milchzähne im Unterkiefer nicht von alleine aus, kann es passieren, dass die bleibenden Zähne nicht in die korrekte Position rücken können.

Meist stehen dann die Fangzähne zu eng und bohren sich in den gegenüberliegenden Kiefer und führen dort zu Verletzungen und Entzündungen des Zahnfleisches, im schlimmsten Fall sogar zu Beschädigungen des Oberkieferknochens.